Linke Hand, rechte Hand, linke Hand, rechte Hand

Es gibt wohl kaum eine Regel ohne Ausnahme, doch hier meine Gedanken der letzten 12 Monate bezüglich des Spielens mit getrennten Händen.

Viel Klavier spielen bedeutet auch viel zu tun für die Hände. Wenn ich viel Klavier spiele, dann liegt es auf der Hand, dass die Hände neben den verschiedenen Bewegungen, die sie ausführen, auch entspannen sollten. Nun ist nichts verkehrtes dabei, grundsätzlich entspannt zu spielen, aber das eigentliche Nichts-Tun sei hier gemeint: Auf der körperlichen Ebene gebe ich meinen Händen die Möglichkeit, zwischen Nichts-Tun und Etwas-Tun zu unterscheiden. Deswegen übe ich häufig mit einer Hand, während die andere Hand entspannt – und dann umgekehrt.

Nicht nur bei solch langen Übungszeiten spiele ich mit einzelnen Händen, sondern auch bei kürzeren Übungseinheiten. Der Vorteil auf der mentalen Ebene ist, dass ich für die jeweilige Hand dann viel mehr Aufmerksamkeit frei habe, viel besser beobachten kann, was sie tut und wie sie es tut, beziehungsweise, wie ich es möchte, dass
sie es tut. Dies trifft zu auf die Beobachtung der Hand, als auch auf das Trainieren und Einstudieren von Passagen und Abschnitten in der Musik.

So gesehen ist das Üben mit getrennten Händen zumindest auf der mentalen Ebene effektiver und für mich im Laufe der Jahre eine Selbstverständlichkeit geworden. Selbst kurze Spielzeiten von beispielsweise 15 Sekunden mit anschließendem Wechsel sind selbstverständlich.

Es gibt noch eine kleinere Einheit, nämlich die einzelnen Finger. Auch hier gebe ich einzelnen Fingern Ruhezeiten, beziehungsweise gebe die Aufmerksamkeit nur einem oder bestimmten mehreren Fingern. Übrigens ist dieses Prinzip auch prima auf längere Spielzeiten als Barpianist umsetzbar und ebenfalls auf Improvisation sowie auf die Begleitung von Sängern und weiteren Gelegenheiten zum Klavierspiel und kann sich sogar schön anhören, wenn mal eine Hand ruht :-).

Doch was ist mit der Koordination? Nun, dies wird seperat geübt, der dritte Teil ist also dann das Spielen mit beiden Händen, hier konzentriere ich mich dann tatsächlich auf das Zusammenspiel beider Hände.

Maik Beta, März 2016.

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